Das Fertighaus und Energie sparen
So können Sie mit einem Fertighaus Energie sparen
Wer heute ein Fertighaus bauen möchte, der sollte nicht nur an die nächsten Monate und Jahre, sondern gleich ein wenig weiter in die Zukunft denken. Schon heute nehmen die Kosten für die Beheizung und Aufbereitung des Warmwassers in den Haushaltsbudgets der Familien einen ziemlich großen Posten ein. Außerdem hat der Gesetzgeber den Energiepass für Neubauten (Energiesparhaus) eingeführt und belohnt diejenigen Bauherren, die von Anfang auch darauf achten, dass ein möglichst großer Teil des Energiebedarfs ihrer Häuser aus den umweltfreundlichen und erneuerbaren Energien gedeckt wird.
Bei einem Fertighaus stehen verschiedene Möglichkeiten dafür zur Verfügung. Ein Schwerpunkt wird bei der Nutzung der solaren Energie gesetzt, die sich nicht nur in Äquatornähe, sondern auch in deutschen Landen lohnt. Wichtig ist es nur, dass die Dachfläche in die richtige Richtung zeigt und eine Neigung aufweist, bei der man mit Solarpaneelen den besten Wirkungsgrad erzielen kann.
Solarpaneele kann man zur Erzeugung von Elektroenergie nutzen. Das hat heute noch den Vorteil, dass man bei einer Einspeisung ins öffentliche Netz ein höheres Entgelt von den Energieunternehmen gezahlt bekommt, als man für die eigene Entnahme von Elektroenergie aus dem Netz bezahlen muss. So kann man sich darüber gleich einen Teil der Kosten erwirtschaften, die man für die Bezahlung des geförderten Kredites zum Einbau der Solaranlage aufbringen muss.
Auch kommt beim Fertighaus die Nutzung der solaren Energie für den Heizkreislauf und die Aufbereitung des Warmwassers in Betracht. Dabei kann man im einfachsten Fall mit Rohrsystemen arbeiten, die auf einem mattschwarzen Untergrund verlegt werden oder die selbst mattschwarz beschichtet sind. So wird kaum Energie reflektiert und möglichst viel resorbiert. Diese Leitungen werden in den Vorlauf eines Heizsystems eingebunden oder fungieren als Zufluss eines Schichtenspeichers. Auch gibt es Solarpaneele mit speziellen Röhrenkollektoren, die mittlerweile auch einen guten Wirkungsgrad aufweisen und sich recht schnell amortisieren.
Eine weitere gute Möglichkeit, beim Fertighaus alternative Energien zu nutzen, steht mit den verschiedenen Wärmepumpensystemen zur Verfügung. Dabei werden Temperaturunterschiede der Umgebungsluft ausgenutzt oder man nutzt die Tatsache, dass der Erdboden in etwa einem Meter Tiefe dauerhaft konstante Temperaturen aufweist im Sommer für die Kühlung und im Winter für die Vorwärmung der dem Haus zugeführten Frischluft. Wärmepumpensystemen muss Energie zugeführt werden, doch das ist deutlich weniger, als man Energieausbeute heraus holen kann. Optimale Wärmepumpensysteme arbeiten mit dem Verhältnis 1 zu 4, das heißt man steckt ein Kilowatt hinein und bekommt eine Energieleistung von vier Kilowatt heraus.
Doch sollte man bei seinem Fertighaus nicht nur größten Wert auf die Nutzung alternativer Energien legen, sondern darauf achten, dass die Außenhaut des Hauses gut isoliert ist, um möglichst wenig Schlupflöcher für Energiefluktuationen zu lassen. Damit verhindert man auch die Entstehung der gefürchteten Kältebrücken, die häufig für Schimmelbildung sorgen. Erreichen kann man eine dichte Außenhaut eines Hauses durch eine Abdichtung des Dachs mit spezieller Dämmwolle in Kombination mit einer Folienbespannung, die als so genannte Dampfbremse fungiert. Fenster sind inzwischen mit Solarverglasung oder Dreifachverglasung zu haben. Auch bei den Türen sollte man durch hochwertige Materialien und perfekte Einstellungen für Dichtigkeit sorgen. Auch ein Windfang vor der Haustür verhindert, dass dort zu viel Wärme entweichen kann.

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