Fehler bei der Kreditaufnahme
Noch immer begehen viele Kreditnehmer bei der Aufnahme eines neuen Ratenkredites viele Fehler, durch die Kreditgeschäfte platzen und zu hohen finanziellen Verlusten führen können. Und auch dann, wenn der Kredit bis zum Ende der Laufzeit einwandfrei bedient werden kann, bezahlen Kreditnehmer durch den Abschluss falscher Kredite oft mehrere hundert Euro zu viel an Kosten, die bei genauerem Hinsehen vermeidbar gewesen wären.
Obwohl Verbraucherzentralen und Verbrauchermagazine immer wieder über die Tücken der Banken informieren, gehen viele Kreditsuchende zu leichtgläubig auf die Banken zu. Sie nennen dort einfach ihren Kreditwunsch und lassen sich dann von einer scheinbar günstigen Rate blenden, obwohl diese vielleicht für eine Laufzeit von zehn Jahren berechnet wurde. Ist der Vertrag dann einmal unterschrieben und ist die 14tägige Widerspruchsfrist abgelaufen, ist eine vorzeitige Kündigung oft nur unter Einhaltung von Fristen möglich.
Wichtiger ist es, sich über die genauen Kosten des Ratenkredites zu informieren und Zinskosten und Bearbeitungsgebühren einzeln aufzulisten. Aufgrund der bonitätsabhängigen Zinsermittlung fällt es heute immer schwerer, die Kreditangebote der Banken zu vergleichen, da im Internet lediglich der niedrigste Zins angegeben wird. Beim Besuch der Bankfiliale werden dann anstatt der versprochenen 4% plötzlich 12% effektiv berechnet.
Derartige Überraschungen können bei allen Anbietern von Ratenkrediten vorkommen, die mit sogenannten “Ab-Zinssätzen” werden. Denn diese Kreditinstitute nutzen die benannte bonitätsabhängige Zinsberechnung. Anders sieht es bei Banken aus, die all ihre Ratenkredite zu einem einheitlichen bonitätsunabhängigen Zinssatz vergeben. Ebenso wie beim Zinssatz sollten Kreditsuchende auch auf die oft angebotene Restschuldversicherung achten. Obwohl diese freiwillig ist, gehört sie zu vielen Kreditverträgen bereits dazu. Wird der Vertrag dann ohne Prüfung unterschrieben, wurde auch die Kreditversicherung mit abgeschlossen.

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