Indonesien


Indonesien hat eine Gesamtfläche von ungefähr 1.919.440 Quadratkilometern. Das Land besteht aus sechs Hauptinseln Sumatra, Sulawesi, Java, Bali, Kalimantan (Teil von Borneo) und West Papua und 30 kleineren Archipelen. Ingesamt verfügt Indonesien über 13.000 Inseln, von denen 6.000 Inseln unbewohnt sind, die sich über 5.150 Kilometer erstrecken und in der Vulkanzone mit über 300 zumeist erloschenen Vulkanen liegen. Die Inseln sind landschaftlich sehr unterschiedlich, ein paar Inseln haben Berge oder Hochebenen und andere wiederum bestehen aus flachen Küstenebenen und Schwemmland.

In Indonesien herrscht ein tropisches Monsunklima mit ausgeprägten regionalen Unterschieden. Von Mai bis Oktober bringt der Ostmonsun trockenes Wetter. Von Dezember bis März bringt der Westmonsun die Regenzeit. Mit ganzjährigen Niederschlägen muss im Westen gerechnet werden. In den Bergen ist es kühler.

Indonesien zwischen Java und der Rupiah

Die Hauptstadt von Indonesien ist Jakarta (Java), hier leben ungefähr 8.579.263 Menschen. Die Amtssprache von Indonesien ist Bahasa Indonesia. Insgesamt werden rund 250 Regionalsprachen und Dialekte gesprochen. Schulpflichtsprachen sind Englisch, Niederländisch und Arabisch. Die jüngeren sprechen eher Englisch und die ältere Generation spricht eher Niederländisch. Ungefähr 86,1 Prozent der Menschen sind Muslime, daneben gibt es noch die folgenden Religionen: Christen, Hindus, Buddhisten sowie Anhänger von Naturreligionen in abgelegenen Regionen. Die Landeswährung ist Rupiah. Die Währung wird wie folgt abgekürzt: Rp, IDR (ISO-Code). Es gibt die folgenden Banknoten: 100.000, 50.000, 20.000, 10.000, 5.000, 2.000 und 1.000 Rp. Neben den Banknoten gibt es die folgenden Münzen: 500, 200 und 100 Rp.

Wirtschaft Indonesiens: Erdöl und Erdgas

Die Einnahmen aus der Erdöl- und Erdgasverarbeitung nehmen langsam ab, aus diesem Grund ist die Regierung bemüht, die wirtschaftliche Basis zu erweitern. Durch die Zinn-, Bauxit-, Nickel-, Kupfer- und Goldvorkommen hat Indonesien ein gewaltiges Wirtschaftspotential. Indonesien gehört zu den führenden Gummiproduzenten der Welt und ist ein wichtiger Kaffee- und Teelieferant. Ein paar Wachstumsimpulse gehen von den Bereichen Telekommunikation, Energieerzeugung/Brennstoffe und Bergbau aus. Die verarbeitende Industrie hat sich zu einer beachtlichen Devisenquelle entwickelt, diese positive Entwicklung geht auf den zunehmenden Export zurück. Die Landwirtschaft verliert immer mehr an Bedeutung. Die landwirtschaftlichen Haupterzeugnisse sind Reis, Mais, Kokosnüsse, Bananen und Zucker. Die Fischerei ist für die Wirtschaft von hoher Bedeutung. Die wichtigsten Handelspartner sind: Japan, die USA, Singapur, China (VR), Südkorea, Thailand, Saudi-Arabien und Australien. Die Nationalhymne von Indonesien komponierte 1924 Wage Rudolf Soepratman. Der traditionelle Tanz in Bali hat seine Wurzeln im Wayang Theater von Java, dem traditionellen Schattenspiel. In Bali werden Tänze in Form von Tempeltanz, Masken und Puppentheater aufgeführt, deren Ursprünge teilweise in Indien liegen. Da Lombok mehr islamisch ist, wird dort weniger getanzt. Der Sasak-Tanz ist ein traditioneller Kampf, der in Tanzform dargeboten wird.

 

Bali und der Tourismus sowie das Thema Umweltschutz
Der Tempelkomplex von Besakih liegt in Ost-Bali und er erstreckt sich mit 22 Tempeln über ein Areal von 3 Quadratkilometern. Der Tempelkomplex liegt zu Füßen des Berges Gunung Agung, der, wie die Balinesen glauben, der Wohnort ihrer Vorfahren ist. Der Tempelkomplex ist für Hindus von sehr großer Bedeutung. Nach dem ein Großteil des Tempels bei einem Erdbeben 1917 zerstört wurde, wurde die Tempelanlage wieder aufgebaut. Der Nationalpark Komodo-Inseln wurde 1991 in die die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes eingetragen. In diesem Nationalpark lebt zum Beispiel der Komodowaran. Der Nationalpark befindet sich, wie der Name schon verrät, auf der Komodo Insel, diese Insel gehört zu der Kleinen Sunda-Insel. Auf der Westseite Sumatras befindet sich das Barisan-Gebirge, diese Bergkette hat eine Länge von 1.700 Kilometern. Viele der Berge sind Vulkane. Der Nationalpark Bukit Barisan liegt im südlichen Teil der Bergkette. Der Vulkan Kerinci ist der höchste Berg, er hat eine Höhe von 3.800 Metern und er ist umgeben von dichtem Dschungel. 2004 wurden die tropischen Regenwälder von Sumatra in die Liste des Weltnaturerbes eingetragen.

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