Neuer Datenzauber via Funk: LTE entwickelt sich


Auch wenn dieser neue Begriff ‚LTE‘ noch nicht allzu viel propagiert wird – scheint dies in erster Linie daran zu liegen, dass sich die Entwicklung und Verbreitung dieser Technik konträr zur Vergangenheit verhält: Die Einführung der ‚Long Term Evolution‘ erstreckt sich nämlich zunächst über rein ländliche Bereiche und ist bisher nur in Pilotstädten verfügbar.

Bekannte Protagonisten als Pioniere

Wenn man so will, dann sind die ‚Protagonisten‘ dieser Technik bei uns in Deutschland vodafone und die Deutsche Telekom. Auch wenn die Technik 4G, wie sie ja auch synonym verwandt wird, als relativ einfach erscheint, so ist die Entwicklung und letztlich Umsetzung und Installation sehr kostenintensiv und von zahlreichen Tests für beide Konzerne, gekennzeichnet.

Zwar greift die Internet-Funkübertragung dieses Techniknovizen in erster Linie auf die digitalen Signale im Frequenzbereich ähnlich dem von DVB-T zurück, doch mussten auch hierfür neue Endgeräte und selbstverständlich auch Abrechnungsmodelle gefunden werden.

Vorteile und Abwägungen bei 4G

Unterm Strich dürften sich aber bei LTE vor allem die Regionen freuen, die bisher vom Breitbandanschluss ausgeschlossen waren – ergo, ländliche Bereiche mit bisher eher mangelhafter Versorgung. So sind es genau sie, die in den Genuss von mehreren Gigabit-Verbindungen zum Internet per Funk kommen. Wollen wir nur hoffen, dass es keinen Dämpfer gibt, wie bei der anfänglichen Euphorie um DSL-Anschlüsse via Satellit: Das Geschäftsmodell Sky-DSL entwickelte sich schließlich zum Flop, obwohl der Ansatz ein interessanter war.

Auch wenn die Vorteilsargumente bei jener ‚Langzeitentwicklung‘ ähnlich, derer aus der Vergangenheit mit Satellitenanschluss klingen, reden wir doch hierbei von einer vielfach besseren Qualität, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit. Dennoch – der Kostenfaktor bleibt derzeit: Anfänglich wird 4G vielen Nutzern als zu teuer im Vergleich von DSL-Flatrates über Kabel und Telefonleitungen erscheinen. Das dürfte aber nur eine Frage der Zeit und Nutzerzahlen letztendlich sein, damit dank der Kostendegression auch der zu zahlende Verbraucherpreis sinkt.